Diese Menschen aus der Geschichte wurden fotografiert

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Wir haben alle stundenlangen Geschichtsunterricht hinter uns und haben uns alle das ein oder andere Mal mit einem Geschichtsbuch auseinandergesetzt. Es ist eigentlich überraschend, wie viele Fotos von Personen aus der frühen Geschichte fotografiert wurden. Sicherlich gibt es auch einige Gemälde, allerdings gibt es auch Fotos.

Für uns ist es heute unvorstellbar, ohne Fotoapparate zu leben, geschweige denn ohne Telefone. Deswegen ist es umso interessanter, wie viele historisch bedeutende Personen es noch geschafft haben, fotografiert zu werden. Hier ist eine Liste von den Menschen, deren Fotos wir in den Geschichtsbüchern gesehen haben. Ein Muss für jeden, der in Geschichte interessiert ist.

1. Charles Darwin

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Charles Darwin ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler, der je gelebt hat. Darwin hat große Beiträge zur Evolutionstheorie geleistet und sich einen enormen Namen zwischen den Naturwissenschaftlern gemacht. Er hatte nicht nur großen Einfluss auf die Wissenschaft, sondern auch in der Literatur und in der Politik.

Er kam 1809 zur Welt und vielen ist nicht mal bewusst, dass es echte Fotos von ihm gibt. Dieses Foto soll 1854 geschossen worden sein.
Es war auch nicht das letzte Foto, welches von ihm gemacht wurde. Er starb im Jahr 1882 und bis dahin wurde er noch oft fotografiert. Es existieren noch zahlreiche Fotos von ihm mit seinem langen weißen Bart.

2. John Tyler

Bild: IMAGO / AGB Photo

Dieses Foto von John Tyler wurde 1845 geschossen, also in der Zeit, in der er Präsident der Vereinigten Staaten war. Er war der erste Präsident, der ohne eine spezifische Wahl Präsident wurde. Während der Amtszeit von William Henry Harrison war er der Vizepräsident. William Henry Harrison starb unerwartet an einer unspezifischen Krankheit, sodass John Tyler sofort einspringen musste.

Vor seiner Zeit als Präsident war er der Gouverneur von Virginia. Sein Privatleben war ebenfalls sehr interessant, denn er hatte genau 15 Kinder. Kein anderer Präsident der Vereinigten Staaten hatte so viele Kinder wie er. John Tyler starb in einem Alter von 51 Jahren an einem Schlaganfall.

3. Emily Dickinson

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Emily Elizabeth Dickinson teilt dasselbe Schicksal wie viele andere bedeutende Literatinnen oder Wissenschaftler. Sie konnte nämlich nicht miterleben, wie berühmt ihre Werke wurden. Von den ganzen 1.800 Gedichten wurden nur sehr wenige veröffentlicht, der Rest wurde nach ihrem Tod ein bedeutender Teil der amerikanischen Literatur.

Sie kam 1830 auf die Welt und lebte ein trauriges Leben, denn sie lebte alleine und kapselte sich von der Gesellschaft ab. Vielleicht hat genau diese Tatsache ihre Gedichte so gut gemacht. Viele Menschen, die ebenfalls isoliert leben, können sich gut mit ihr identifizieren. Das Foto wurde 1847 gemacht und ist das einzige Foto, auf dem sie wirklich authentifiziert wurde.

4. Abraham Lincoln

Bild: IMAGO / AGB Photo

Abraham Lincoln war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten und gleichzeitig einer der bedeutendsten Präsidenten, die je in Amerika amtiert haben. Er hatte ein scharfes und cleveres Verständnis, wenn es um Politik und Rechtswissenschaften ging. Er studierte Jura und ist bekannt dadurch, dass er die Sklaverei abgeschafft hat.

Auf diesem Foto war er grade mal 37 Jahre alt, also noch lange vor seiner Wahl als Präsident. Er wurde 1860 zum ersten Mal gewählt und vier Jahre später gelang es ihm, zum zweiten Mal gewählt zu werden. Außerdem war er der erste Präsident, der der Republikanischen Partei angehörte und der einem Attentat zum Opfer gefallen ist.

5. Marie Curie

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Marie Curie war nicht nur die erste Frau, die den Nobelpreis gewann, sondern auch die einzige Frau, die ihn mehrmals bekam. Sie erhielt in sogar in zwei verschiedenen Bereichen, nämlich in Physik und in Chemie. Sie hat entscheidende Entdeckungen in der Physik und in der Biologie gemacht und war diejenige, die den Begriff Radioaktivität geprägt hat.

Sie selbst kommt aus Polen und kam 1867 auf die Welt. Dieses Foto entstand genau im Jahr 1900. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie in Frankreich mit ihrem Ehemann Pierre Curie. Das Ehepaar war zusammen aktiv und entdeckten die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie starb 1934.

6. Lev Tolstoy

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Lev Tolstoy war ein russischer Schriftsteller, der in 1828 auf die Welt kam. Mit seinen Werken „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ wurde er zu den bedeutendsten Schriftstellern der ganzen Welt. Diese Werke gehören zu der Kategorie des realistischen Romanes.

Seine Bücher wurden von der Kritik mehrfach gelobt und gewannen fünfmal hintereinander den Nobelpreis in Literatur. Die Tiefgründigkeit seines Romanes „Krieg und Frieden“ hat viele Menschen berührt. Viele waren überrascht, dass er nicht den Nobelpreis für Frieden bekommen hat. Schon in seiner Jugend hat er sich mit Herz und Seele für pädagogische Reformen eingesetzt und war immer in den Bereichen Weltfrieden aktiv.

7. Vincent van Gogh

G.Lanting, CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0, via Wikimedia Commons

Ziemlich merkwürdig mal Vincent van Gogh selbst zu sehen und nicht seine Gemälde. Er gehört zu den Begründern der modernen Malerei und kommt aus den Niederlanden. Er kam 1853 auf die Welt und musste bereits mit 37 Jahren durch einen tragischen Tod versterben.

Auch Vincent van Gogh gehört zu den Künstlern, deren Werke erst nach dem Tod berühmt wurden. Bei ihm war es seine Schwägerin, die für seinen weltweiten Ruhm sorgte. Sie veröffentliche nämlich seine Werke, nachdem er verstorben ist und machte ihn zu einer Berühmtheit. Dieses Foto wurde 1872 geschossen, als van Gogh gerade 19 Jahre alt war. Es war eins seiner ersten Fotos.

8. Daniel F. Bakeman

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Daniel F. Bakeman hat im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gedient. Er kam 1759 auf die Welt und nach seinen Angaben ist New York sein Geburtsort. Einige Quellen schließen darauf, dass er in New Jersey auf die Welt gekommen ist. Außerdem ist er der Letzte, der aus diesem Krieg überlebt hat und Veteranenrente erhalten konnte.

Kein Wunder, denn er ist ganze 109 Jahre geworden, falls die Angaben stimmen sollten. In der Nachkriegszeit heiratete er und bekam ganze acht Kinder. Er wurde oft zu Zeremonien eingeladen, die zu Ehren des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges organisiert wurden. Das waren bis jetzt acht der ikonischsten Menschen aus der Geschichte.

9. Frederick Douglass

Bild: Imago / ZUMA Wire

Frederick Douglass hat eine sehr beeindruckende Lebensgeschichte. Er selbst ist in die Sklaverei geboren, wirkte jedoch später als Abolitionist und Schriftsteller. Douglass gilt als bedeutendster Afroamerikaner des 19. Jahrhunderts und nutzte seine Erfahrungen als Sklave, um später ein hervorragender Redner zu werden.

Dieses Foto entstand zwischen 1847 und 1852. Er sieht sehr ernst aus und war sich dem auch bewusst. Er wollte, dass die Öffentlichkeit ihn so in Erinnerung behält und hat sich viel Mühe gegeben, um sein Image zu wahren. Die Feministin Elizabeth Cady Stanton beschreibt ihn als „mysteriöse Majestät“. Sie gehört zu den einflussreichsten Feministen des 19. Jahrhunderts.

10. Franklin Pierce

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Franklin Pierce kam 1804 auf die Welt und stammt aus einer guten bürgerlichen Familie. Er absolvierte ein Studium in Rechtswissenschaften und stieg danach direkt in die Politik ein. Er ist der 14. Präsident der Vereinigten Staaten und wurde eher dadurch bekannt, dass er die Politik von Abraham Lincoln ablehnte.

Er litt an Alkoholismus und verstarb an seiner Sucht. Pierce hatte somit einen eher weniger würdevollen Tod und geriet ohnehin schnell aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit. Er genießt keinen guten Ruf, wie andere Präsidenten. Viele Historiker stufen ihn als einen der am wenigsten erfolgreichsten Präsidenten in der ganzen amerikanischen Geschichte ein. Das Foto entstand 1855.

11. Harriet Tubman

Bild: Imago / ZUMA Wire

Harriet Tubman lebte ebenfalls ein beeindruckendes Leben und hatte großen Einfluss bei der Abschaffung der Sklaverei. 1849 schaffte sie es, der Sklaverei zu entkommen. Allerdings zeigte sie große Zivilcourage, denn sie reiste unter dem Namen „Moses“ mehrmals zurück, um die anderen zu befreien.

Sie wurde weitgehend als Fluchthelferin der Hilfsorganisation „Underground Railroad“ bekannt und war später auch in der Frauenbewegung aktiv. Während des Sezessionskrieges arbeitete sie als Krankenschwester und Köchin. Obwohl sie so viel Gutes und Ehrenamtliches geleistet hat, wurde sie schnell vergessen. Heute wird sie wieder ins Gedächtnis gerufen und zählt zu den bekanntesten Aktivistinnen des Abolitionismus. Das Foto entstand 1868 in New York.