Hohe Studiengebühren – amerikanische Studentin fand eine ungewöhnliche Lösung

Shannon Ihrke war amerikanische Vollzeit-Studentin mit zwei Nebenjobs. Leder wuchsen der jungen Frau trotz aller Versuche ein geregeltes Leben zu führen die Schulden über den Kopf. Das amerikanische Bildungssystem ist schließlich sehr teuer, vor allem der Besuch einer Universität. Die junge Frau war kreativ und fand eine Lösung. Zur Verwunderung von Freunden und Verwandten heuerte sie bei der amerikanischen Marine an.

Allerdings sind die Anforderungen dort nicht zu unterschätzen. Die meisten ihrer Freunde trauten ihr nicht einmal das Bootcamp zu, ganz zu schweigen davon, dass sie irgendwann die Karriereleiter erklimmen und zum Sergeant befördert werden würde. Doch Shannon verließ trotz ihres Erfolges die Marine und startete erneut eine außergewöhnliche Karriere.

1. Ein Mädchen aus Minnesota

Aufgewachsen war Shannon in einem kleinen amerikanischen Ort namens Walker, welcher sich im Norden von Central Minnesota befindet. Bedingt durch die Natur, von der sie dort umgeben war, hat sie schon früh mit körperlicher Betätigung und Sportarten angefangen. Dazu gehören unter anderen angeln, jagen, Boot fahren und reiten.

Für die meisten in ihrem Alter war das etwas Außergewöhnliches oder Besonderes. Nicht zuletzt deswegen, weil von Mädchen eher erwartet wurde, dass sie den ganzen Tag brav zu Hause sitzen und mit Puppen spielen. Doch niemand hätte damals schon ahnen können, wie hilfreich ihr diese Fähigkeiten im Verlaufe ihres Lebens und vor allem ihrer Karriere einmal werden würden.

2. Hohe Studiengebühren

Shannon wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Der Ehrgeiz des jungen Mädchens es zu einem besseren Leben zu bringen, war jedoch enorm. Nach dem Abschluss der High Scholl schrieb sie sich an einer St. Cloud Universität ein. Sie wollte beruflich in Richtung Marketing gehen.

Wie es bei den meisten amerikanischen Studenten der Fall ist, waren die Studiengebühren eine große Herausforderung. Um sich zu finanzieren, fing sie schließlich mit zwei Teilzeit-Jobs an. Diese haben zwar nur knapp gereicht, um ihre Rechnungen zu zahlen, dafür erwarb sie aber andere wertvolle Skills, wie viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Für ihre Zukunft und späteren Werdegang waren diese nützlichen Fähigkeiten unersetzlich.

3. Eine Militärlaufbahn als Weg

Selbstverständlich hatte Shannon Angst davor, die Uni mit einem Haufen Schulden und ohne Jobaussichten zu verlassen und fasste daher den Entschluss, sich jemandem anzuvertrauen. Der Berater ihrer Universität teilte ihr mit, dass es nur zwei Sorten von Menschen gibt, die umsonst an der Uni studieren könnten: alleinerziehende Mütter und Mitglieder des Militärs.

Als sie realisierte, dass ihr nur eine dieser beiden Optionen offen stand, entschied sie sich dazu, sich genauer über das Militär zu informieren. Gleich zu Beginn ihrer ausführlichen Recherche über das Militär stieß sie auf die Marine-Einheit und ihr Interesse wurde geweckt. Dieser Eindruck verstärkte sich nur noch mehr, nach einem Gespräch mit einem Marine-Mitarbeiter auf einer Messe des Militärs.

4. Körperliche Herausforderungen

Schon nach dem ersten Blick teilte der Marine-Mitarbeiter Shannon schamlos mit, dass sie keine Chance hätte es dorthin zu schaffen. Er könne sich nicht vorstellen, dass ein Mädchen das Bootcamp durchlaufen kann. Doch Shannons Ehrgeiz war geweckt worden und sie meldete sich noch an diesem Tag dafür an. Nachdem sie das Bootcamp schließlich geschafft hatte, wurde ihr jedoch bewusst, dass das sicher nichts für jedermann ist.

Hier hat sie in einem Zeitraum von 90 Tagen die unterschiedlichsten Bereiche, eingeschlossen Gewehrschießen, Mixed Martial Arts und vieles weitere trainiert. Später wird sie diese Erfahrung als die härteste ihres Lebens beschreiben, in der sie sowohl körperlich als auch mental an ihre Grenzen gestoßen ist.

5. Männliche Konkurrenz

Obwohl es ohne Frage eine große Herausforderung war, fand Shannon Gefallen an am Bootcamp. Als sie es schließlich abgeschlossen hatte, wurde ihr klar, dass sie einen enormen Support von allen Beteiligten erfuhr. Als sie im Anschluss daran zu demjenigen zurückkehrte, der sie rekrutiert hat, um ihm mitzuteilen, wie gut es ihr gefallen hat, gab er ihr seinen Segen mit den Worten, dass sie eine „Alpha-Persönlichkeit“ habe.

Besonders wenn man den Fakt berücksichtigt, dass Shannon eine Frau ist, ist es eine rundum motivierende Erfahrung, in einer sonst von Männern dominierten Szene. Gerade ihre Lehrerinnen im Militär inspirierten sie mit ihrer Intelligenz und Schönheit immer weiterzumachen und sich gegen die männliche Konkurrenz durchzusetzen.

6. Mentale Stärke

Das Bild, welches jeder sofort im Kopf hat, wenn er an die Marine denkt, ist das eines männlichen Offiziers. Viele ihrer männlichen Kollegen hatten von Shannon nicht erwartet, dass sie mithalten könnte. Doch davon ließ sie sich nicht unterkriegen und zeigte ihnen immer wieder aufs Neue, dass sie mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser ist.

Ungeachtet von den körperlichen Herausforderungen stellte Shannon schnell fest, dass mentale Stärke eine der wichtigsten Eigenschaften in der Army ist. Um ernst genommen zu werden, musste sie vom ersten Moment nach dem Bootcamp an die mentale Stärke und die Persönlichkeit einer Alpha-Persönlichkeit vermitteln, um dort nicht unterzugehen. Später nannte sie diese Vorgehensweise absolut notwendig.

7. Versetzung nach Rock Island

Bild: Nejdet Duzen / Shutterstock.com

Viele der anderen Marines trauten ihr erstmal nicht zu, dass sie körperlich mithalten könnte. Deshalb trainierte sie länger und härter und tat alles, was in ihrer Macht stand, um die anderen vom Gegenteil zu überzeugen. Ursprünglich für administrative Tätigkeiten in South Carolina eingeteilt, verfolgte sie ihre Aufgaben mit Hingabe und einer guten Einstellung und schaffte es so in kürzester Zeit, die Karriereleiter zu erklimmen.

Nach einiger Zeit wurde sie schließlich nach Rock Island in Illinois versetzt, was ihr sehr entgegenkam, da sie dadurch näher an ihrer Familie und bei ihren Freunden sein konnte. Das ermöglichte diesen viele wichtige Meilensteine in ihrem Leben mitzuerleben.

8. Shannon’s erste Beförderung

Zwei Jahre nachdem sie ihrer Einheit beigetreten war, erlangte Shannon ihre erste Beförderung von E1 zu E4 – also von privater zu privater erster Klasse bis hin zum Lance Corporal, was normalerweise vier Jahre dauert. Durch diese Veränderung und die neu erlangte Verantwortung, wurde sie der starken, unabhängigen Frau, die sie bis heute ist.

Nur wenige haben erwartet, dass Shannon eine so gute Scharfschützin wäre und ihr das seit klein auf Freude bereitet. Das ist nur ein Beispiel für die vielen verschiedenen Fähigkeiten, die sie bei der Marine erlernt hat. Diese erwiesen sich außerdem als sehr nützlich für den unkonventionellen Berufswechsel, den sie danach vollzog.

9. Einen Unterschied machen

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1916 wurde Shannon schließlich zum Sergeant befördert: die harte Arbeit hat sich mehr als ausgezahlt und sie hat allen Zweiflern getrotzt. Nach vier Jahren beim Militär fasste sie den Entschluss, dass sie noch etwas anderes ausprobieren möchte. Als Erstes wollte sie ihren Universitäts-Abschluss zu Ende machen, weswegen sie den ganzen Prozess ja überhaupt erst gestartet hatte.

Die Erfahrungen bei der Marine zahlten sich aus und zeigten ihr, dass es sich dabei um eine der besten Entscheidungen ihres Lebens gehandelt hat. Viele Menschen überlegen ihr Leben lang, ob sie etwas in der Welt bewegt hätten – sie konnte das mit Gewissheit von sich behaupten. Ihr nächster Karrierewunsch war jedoch für alle eine Überraschung.

10. Auf das Cover einer Zeitschrift

Ungefähr zur selben Zeit, als sie zum Sergeant befördert wurde, beschloss Shannon nebenbei zu modeln. Während der Wochenenden nahm sie an Foto-Shootings teil. Es handelte sich dabei um einen Berufsweg, über den sie schon immer nachgedacht hatte. Nach dem Feedback, das sie von den Agenturen erhalten hat, wurde ihr klar, dass das der Nebenjob der Wahl sein würde.

Nachdem das bekannte Magazin „Maxim“ einen Wettbewerb für die „Hometown Hotties“ veranstaltete, beschloss Shannon daran teilzunehmen und sich wertvolles Feedback dafür einzuholen. Sie wurde in die Top 10 gewählt und hatte ein Shooting in Las Vegas. Sobald das Team davon erfuhr, dass sie beim Militär war, haben sie Shannon für ein weiteres Shooting gebucht.

11. Endlich der ersehnte Abschluss

Bild: New Africa / Shutterstock.com

Nachdem sie es schließlich auf das Cover des Maxim geschafft hat, wollte sie Vollzeit in den Model-Job einsteigen und beendete ihre Karriere bei der Marine endgültig. Was aber für sie immer an erster Stelle blieb war es, ihren Abschluss zu machen. Dementsprechend schrieb sie sich am Elmhurst College für einen Bachelor in Marketing ein.

Ihr Plan ging endlich auf: Sie konnte ihre Bildung ohne jegliche Schulden bezahlen. Nun verfügte sie also über einen Abschluss, Model-Erfahrungen und vier Jahre bei der Marine. Das verhalf ihr zu einer guten Basis für eine erfolgreiche Karriere, welche sie nach ihren eigenen Regeln, Vorstellungen und nach ihrem eigenen Tempo gestalten konnte.